Backup für Fotografen – so geht’s

Datensicherung, egal ob Privat oder geschäftlich ist meistens erst dann ein Thema wenn es zu spät ist. Meistens denkt man einfach nicht daran, nimmt sich nicht die Zeit oder es ist eine Preisfrage. In diesem Blogbeitrag gehe ich mal auf diesen Thema das nicht so sexy ist;-)

Meiner Meinung nach macht es einen Unterschied ob ich als Hobby fotografiere oder ob ich Geld dafür erhalte. Denn wenn der Kunde für sein Shooting bezahlt dürfen seine Erwartungen zum Thema Datensicherung nochmals höher sein. Ich gehe davon aus, dass du deinen Rechner gegen Viren, Pishing, etc sowieso schon gesichert hast. Deshalb beschreibe ich diesen Bereich in diesem Blogbeitrag nicht.

Allgemein gibt es verschiedene Arten von Datenverlusten die man durchspielen sollte.

  • Fehler / Defekte der Technik
  • menschliche Fehler (die häufigste Ursache)
  • Brand & Wasserschaden
  • physischer Diebstahl
  • Datendiebstahl online

Und egal was es ist. Daten zu verlieren ist etwas vom schlimmsten. Es ärgert einen wenn man wieder viel Zeit oder Geld investieren muss um die Bilder zu retten. Und wenn gar nichts mehr geht , muss man das Shooting wiederholen. Oder kann gar nichts mehr retten wenn es ein Event, Hochzeit, Taufe, Party, etc war

Finde für dich den besten Weg für eine optimale Sicherung. Klar ist je mehr Sicherungen desto besser. Nur sollte der Aufwand im Verhältnis zur Sicherheit stehen. 

Wie solltest du als Amateur deine Bilder mindestens sichern

Als Grundsatz gilt, formatiere erst dann deinen Chip, wenn du die Bilder mind. 2x gesichert hast. Sichere deine Bilder immer auf 2 verschiedenen Medien. Auf 2 Partizipationen im gleichen Rechner gilt nicht als 2. Sicherung;-). Es gibt schon günstige NAS Geräte für zu Hause, damit deine Daten wenigstens einmal gespiegelt werden. Somit hast du die Daten auch noch, wenn eine Festplatte im NAS Gerät defekt ist. Persönlich würde ich eine mobile 2.5 Zoll Festplatte verwenden (eine die ohne zusätzlichen Strom läuft und verschlüsselt werden kann). Diese kleine Festplatte hast du an einem anderen Ort wie die Orginaldaten gelagert. Und wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, würde ich deine besten Bilder pro Jahr auf eine zusätzliche Festplatte kopieren. Sprich nur diese, die du echt vermissen würdest , wenn du sie nicht mehr hättest. Diese als JPG in HQ. Somit hast du nie Probleme falls irgend wann mal dein Programm alte RAW Dateien nicht mehr lesen könnte. 

Wie solltest du als Semiprofi / Profi deine Bilder mindestens sichern

Hier solltest du einen Schritt weiter gehen und mindestens 3 x deine Daten sichern. Bei uns sieht das zum Beispiel so aus. Wir importieren die Daten auf ein**NAS System von Synology. Hier werden die Festplatten gespiegelt, damit beim Ausfall einer Festplatte noch alles gesichert ist. Danach wird vom NAS 1 aufs NAS 2 gespiegelt. Somit sind die Daten auf 2 physischen Geräten 4x gesichert. Danach werden diese Daten täglich auf eine externe Sicherung ausserhalb des Studios nochmals gesichert und jede Woche auf eine externe Festplatte an einem 3. Ort. Erst dann wird der Chip wieder gelöscht. Tja danach Fragen Kunden weniger, weshalb ein Shooting seinen Preis hat;-) . Datensicherung ist einfach extrem wichtig. Was ich zu meinem Backup Fall sagen muss, ist dass ich natürlich eher auf Angsthase eingestellt ist;-) Das bedeutet, es würde auch ohne ein 2. NAS reichen. Denn auf 3 Geräten und eines davon als RAID reicht sicherlich aus. Ich investiere einfach etwas mehr Geld damit ich noch besser schlafen kann. 

Software

Damit die Fehlerquelle beim manuellen kopieren auf eine Festplatte wegfällt, arbeite ich mit dem Programm Carbon Copy Cloner. Hier kann ich extrem viele Einstellungen sehr einfach einstellen. Verschiedenste Backup Varianten die automatisch starten wenn die 2 Quellen erkannt werden. Zudem kann ich auch sagen, dass mir Dateien nicht überschrieben werden können, etc. Für mich klar eine super Erleichterung.

Weitere Tipps für die Sicherheit

  • Ich habe ein NAS Archiv. Das bedeutet, dass ich pro Jahr die Daten ins Archiv kopiere und diesen auf Schreibschutz eingestellt habe. Das bedeutet die Daten können nicht verändert werden und sind somit sicher. Zudem findet man die Daten nach Jahren besser auf einem Gerät.
  • Falls ich mal eine alte Festplatte bzw. einen defekten Chip habe, dann bohre ich mehrere Löcher in die Platten / Chip damit die Daten nicht mehr lesbar sind
  • Schalte ich alle Festplatten die länger nicht in Betrieb sind 1x Jahr kurz laufen, damit sie länger halten
  • Bei den Festplatten verwende ich im NAS jeweils die roten von Western Digital die für den Dauerbetrieb produziert werden
  • Nach 3 Jahren wechsle ich unsere Foto Speicherkarten aus 
  • Nach 4 Jahren kopiere ich Daten von den Festplatten auf neue Platten

Wie schaut dein Workflow im Bereich Datensicherheit aus? Bin gespannt. 

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4 Kommentare
  1. Stefan Graf says:

    Hello,
    Danke für die Tipps! Ich spiele noch mit dem Gedanken meine Fotos in einer Cloud zu spiegeln wie z.B. AmazonCloud oder ähnlichem. Scheitert jedoch an der lahmen Uploadleistung meiner Internetverbindung. Wie siehst Du die Sicherung in einer Cloud? Sinnvoll oder weniger? Kannst Du was empfehlen?
    Grüsse
    Stefan

  2. Fotograf Peter Sturn says:

    Hi Stefan Bei der Cloud ist mir einfach nicht ganz wohl mit den Kunden Daten. Das einzige was ich mache ist dass dich die Best of des Jahres in Webqualität in der Cloud speichere plus Instagram Bilder zum posten. So kann ich von überall darauf zugreifen. LG Peter

  3. Peter Reif says:

    Hallo peter vielen dank deinen tips…….ich habe auch 3 festplatten……aufbald ist megainterressant von dir…. habe die z6 von nikon lgr peter reif… ..vater von marcel reif am hochzeit

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