Modeltip 14 – Wie bewerbe ich mich richtig?

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Model sein ist eine wunderschöne Sache. Doch als Model braucht es auch Modeljobs. Wo man sich als Model bewerben kann habe ich ja schon beschrieben, doch wie bewerbe ich mich richtig? Sollte ich eine richtige Bewerbung senden oder reichen ein paar Handyfotos?  Es gibt einige Grundregeln die auch bei einer Modelbewerbung gelten:

1. Deine Modelbewerbung sollte freundlich, kurz und persönlich sein. Rechtschreibfehler sollten auch hier vermieden werden. Wenn dein Ansprechpartner schon merkt, dass du dir wenig Mühe gegeben hast, wirst du wohl nicht zuoberst sein auf der Wunschliste. Ich erhalte täglich Mails und Facebook Nachrichten wo teilweise hübsche Mädchen schreiben „Hey coole Bilder. Falls mal ein Model suchst melde dich doch bei mir“.  Was glaubst du, bei wievielen ich mich gemeldet habe? Genau bei 0! Also eine Modelbewerbung ist im weitesten Sinn genau das selbe wie eine Bewerbung für einen anderen Job. Nimm dir Zeit und streng dich an!

2. Fotos mitsenden! Das ist das wichtigste! Anzahlmässig machen 4-8 Sinn. Mehr nicht. Von der Art der Fotos solltest du es dem Auftrag / Agentur anpassen. Was immer gewünscht ist neben den normalen Modelfotos, dass 1 Foto dabei ist im Bikini (ohne Retusche) und ein natürliches Bild (am besten ohne Schminke). Aber bitte keine Party- oder Handybilder. Du solltest auch ein wenig Gefühl haben welche Bilder du für welche Bewerbung sendest. Letztes mal suchten wir Models für eine Architekturfirma und erhielten von einigen Models Fotos in Unterwäsche! Es heisst schon Sex sells – aber nicht bei einer Bewerbung:-). Und was ich immer wieder interessant finde, dass es so viele Menschen gibt die Modeljobs ergattern möchten, aber echt grottenschlechte Fotos von sich haben. Liebe Models, in jedem Beruf muss man auch mal etwas investieren. Also versucht doch bitte ein paar tolle Bilder von euch zu machen. Bei einem Footgrafen der auch Erfahrung hat im Bereich Models. Der weiss was trendig ist. Was gefragt wird. Versucht verschiedene Bereiche abzudecken , zeigt euch emotional, im Business Look, Sportlook, Lifestyle, Outdoor und Outdoor, etc…..Denn genau morgen sucht man eventuell ein Model für eine grosse Sportkampagne – wäre doch cool wenn du dann tolle Fotos für die Bewerbung griffbereit hättest in Sportkleidung.

3. Frage oder lies nach , in welcher Art du die Bewerbung einreichen sollst. Eventuell kannst du sie sogar persönlich vorbei bringen. Es gibt Agenturen die wünschen ein Pdf, die anderen auf de Postweg etc…frag einfach nach.

4. Die wichtigsten Daten sollten schon ersichtlich sein, wie Alter, Grösse, Konfektionsgrösse und Kontaktdaten

Nun wünsche ich dir viel Erfolg bei deinen nächsten Bewerbungen.

Was hast du für Erfahrungen gemacht bei Bewerbungen?

 

 

Modeltip 13 Woran erkennt man ob ein Model erfolgreich ist

Früher gab es die klassischen Modelagenturen die einem Fotografen schon bei der Auswahl halfen. Denn sie nahmen nur die wirklich guten Models auf die auch wirklich richtige Jobs erhielten. Und das tuen sie ja immer noch.

Doch Modelseiten, Facebook Gruppen, Instagram und andere Plattformen machen aus jedem Mädchen ein Model. Und genau da fängt das Problemchen an. Als  Fotograf ist der einfachste Weg für den Kunden ein Model in einer angesehenen Modelagentur anzubieten. Leider gibt es aber auch Kunden die vor Bildrechten und deren Preisen zurück schrecken. Und so gibts immer wieder Kunden die sagen es reicht, wenn das Model hübsch ist und man es über andere Kanäle suchen soll. Und dann fangt es an. Denn als Fotograf weiss man , dass vieles an der Qualität des Models liegt. Es erleichtert den Job, verkürzt den Tag und schaut einfach besser aus. Und somit verkauft der Kunde mehr und ist happy.

Letztens hatte ich ein Gespräch mit einem Kunden. Er sagte er habe ein Model das sehr erfolgreich sei. Sie habe jede Woche Shootings. Kurz als Info. Für mich heisst erfolgreich, dass sie so gut ist, dass man ihr Geld zahlt und sie einen Teil ihres Lebens davon leben kann. erfolgreich heisst nicht jede Woche zu Fotografen zu pilgern um auf TFP Basis Fotos zu machen. Das macht sehr viel Spass und ist auch ein cooles Hobby, aber erfolgreich ist es nicht.

Und so schaute ich mir das Model von dem der Kunde so geschwärmt hatte an. Tolles Gesicht, tolle Fotos, etc. Trotzdem sagte ich ihm, dass er für seinen Job ein erfolgreiches gutes Model benötigt, das weiss was sie macht. Die weiss wie es sich anfühlt im Studio. Die weiss wie es sich anfühlt wenn zig Leute herumstehen und jeder unter Druck steht. Die 100%ig verlässlich kommt, auch wenn sie nicht ganz fit ist.

Und so kam seine Frage „An was ich denn erkenne ob ein Model auch bezahlte, gute Jobs erhält?„. Ich möchte hier nicht über Optik reden, den das wechselt ab und zu und zudem ist es ja Geschmackssache. Aber ein Indikator gibts der 100%ig funktioniert. Hat das Model nur Outdoor und Homeshootingbilder kannst du davon ausgehen, dass sie es hobbymässig macht. Denn die richtigen Jobs finden vielmals im Studio statt. Und so weiss ich, dass wenn es keine super Studiobilder vom Model gibt, dass sie finanziell nicht erfolgreich sein kann. Schau dich mal bei all den guten Modelagenturen weltweit die Models an. Jede hat Studiojobs. Klar macht es die Mischung aus, und ist es ist im Moment trendig Outdoor Fotos zu haben. Aber Studiofotos gehören genau auch dazu zu einem Portfolio eines gut gebuchten Models (gebucht für Geld).

Modeltip 12 – Begleitperson bei deinem Auftrag

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Ein Thema bei dem die Meinung zwischen Fotograf und Models sehr unterschiedlich sein kann. Aber ist es nun besser oder schlechter eine Begleitperson mitzunehmen? Sehen wir mal beide Seiten genauer an:

aus der Sicht des Model

  • die Anreise ist spannender da man sich unterhalten kann
  • man findet das Fotostudio zu zweit eventuell schneller
  • Sicherheit falls der Fotograf der Axtmörder ist 🙂
  • bei den Outfits erhält man noch einen Rat von der Begleitagentur
  • man fühlt sich schneller „zu Hause“

aus der Sicht des Fotografen

  • noch jemand der im Studio im Weg steht
  • jemand der gratis einen Lichtsettingkurs erhält
  • jemand auf die das Model bei jedem 2. Bild hinschaut
  • jemand der das Model ablenkt
  • jemand der den Fotoshooting Flow bremst

So und nun? Beide Seiten haben ihre Berechtigung und beide Seiten stimmen.

Meine Meinung dazu ist wie folgt. Sofern das Model noch nie etwas über den Fotografen gehört hat, ein mulmiges Gefühl hat dann soll sie Jemanden mitnehmen. Wenn sie angekommen ist und das ungute Gefühl weg ist, sollte sie die Begleitperson zum Kaffee schicken oder  die Person (egal ob Freund, Mama, Freundin, etc) in einem Nebenraum warten lassen. War sie schon mal bei dem Fotograf, kennt jemand der schon war, hat sich informiert dann kommt sie alleine. Wenn sie als Model gebucht ist (egal ob bezahlt oder auf TFP Basis) ist ein Job. Und ich glaube nicht, dass du wenn du im Büro arbeitest eine Begleitperson mitnimmst, oder? Zu einem Job geht man alleine. Mich stört es eigentlich nicht wenn jemand zuschaut, aber wenn Mama oder der Freund daneben sitzten und das Model sexy schauen muss, jetzt ehrlich, das klappt nicht gleich als wie sie alleine da ist. Dazu kommt dass die Konzentration einfach weniger ist. Und ich möchte 100% von einem Model, denn genau darum buche ich sie.

Es ist ganz klar, dass es schwarze Schafe gibt bei Fotografen (wie in jedem anderen Business auch). Hier gilt einfach der Menschenverstand und eben die Begleitperson in der Nähe.  Und ganz ehrlich, wenn du ein ganz mulmiges Gefühl hast, dann beende das Shooting. Und traue dich auch NEIN zu sagen.

Wie ist deine Erfahrung zu diesem Thema? Gehst du alleine zum Job?

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Modeltip 11 – Oft ist weniger mehr

Model sein ist nicht einfach. Vor allem wenn man nicht genau weiss, wie man weiter kommt, sowie die Modelmappe richtig erweitert wird und welche Fotos die richtigen sind. Für mich ist es immer wieder interessant, wieviel Newcomer Models von Fotograf zu Fotograf reisen, wöchentlich mit Koffern zu diversen Shootings reisen, einfach um das Feeling zu haben. Sich als Model zu fühlen, Spass zu haben, etc.

Viele davon finden es super schön doch nach einiger Zeit kommt irgendwann die Frage Ist das alles! Kann ich davon leben bzw. meine Kosten decken? Warum nimmt mich keine Modelagentur auf? Denn eine Stufe oder mehrere kommt man nur rauf, wenn auch das Bildmaterial up to date ist und trendig. Genau deshalb sollte man sich Fotografen suchen die spezialisiert sind auf Modelshootings. Fotografen die schon mit internationalen Models gearbeitet haben und auch Publikationen in Magazinen hatten. Denn genau die wissen was gefragt ist. Und genau die bringen jemanden weiter denn sie kennen Leute die dort sind wo du hin willst. Und ja es ist wie in jedem anderen Job auch, ohne Investitionen gehts einfach auch im Modelbusiness nicht ganz.

Meiner Meinung nach gibt es 2 Arten von Modeltypen: Die ersten investieren Zeit ohne Ende für alles wo sie einfach vor der Kamera stehen. Der Vorteil ist dass sie Erfahrungen sammeln, sehr viel Erfahrungen, aber so viel Power Monate und Jahre benötigen, nicht weit kommen und irgendwann genug vom Modeln haben. Und im Gepäck hunderte Fotos die grösstenteils mittelmässig sind.

Die 2. Art von Models suchen sich einige Fotografen heraus die genau den Stil haben der sie weiterbringt. Erfahrene Fotografen die auch ehrlich sagen wie der beste Weg ist für die Zukunft. Diese Models investieren viel weniger Zeit erhalten aber überproportional viel besseres Bildmaterial.

Persönlich finde ich beide Arten ok, je nach Ziel das du hast. Ich gehöre einfach eher zu den Menschen denen die Zeit ein kostbares Gut ist und ich deshalb lieber mit weniger Zeitaufwand weiter komme.

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Modeltip 10 – Die 5 No Go’s für ein Model

Handy: Das Handy bleibt in der Tasche. Nichts ist störender als, wenn das Model immer aufs Handy schaut und schreibt. Es kann nicht sein dass die Make-up Artistin länger braucht, nur weil du immer aufs Display schaust. Zudem ist es eine Motivationsbremse, wenn du nach jeder Fotoshooting Sequenz gleich wieder zum Handy springst. Einzige Ausnahmen – du erwartest ein Mail von der Zeitschrift Vogue 😉  bzw. du machst ein paar Bilder für Socialmedia

Ungepflegt: Eigentlich logisch, aber frag nicht wie viel mal ich schon Models hatten die diesen Punkt nicht ernst nahmen. Dazu gehören Nägel (auch Fussnägel), Farbe der Nägel neutral oder french, Körperbehaarung entfernen, Augenbrauen gezupft, Haut eingecremt, Haare gepflegt (ev eine Haarkur machen vor dem Job) , etc.

Pünktlichkeit: Also das gehört zum einfachen 1×1 eines Models. Komme nie, nie unpünktlich. Plane mehr Zeit ein für ev. Stau, Fotostudio suchen, etc. Wenn ein ganzes Team auf dich warten muss steigert das nicht gerade deinen Sympathiefaktor

lästern: Die Model- und Fotografenwelt ist klein. Man kennt sich untereinander. Und ja es gibt auch Freundschaften unter Konkurrenten. Deshalb lästere nicht über andere. Solche Gespräche bringen dich nicht weiter. Zudem denkt das gegenüber „Was wird sie wohl beim nächsten Job über mich sagen?“

Typveränderung Eigentlich immer toll. Nur nicht wenn du schon gebucht bist und zum Job mit viel kürzeren Haaren oder einer anderen Farbe kommst. Da kann es gut sein, dass du gleich wieder nach Hause geschickt wirst da du nicht mehr in den Auftrag passt. Immer informieren falls du anders aussiehst als gebucht.

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