Lichtsetting 04 – Business Portraits

Bei Businessportraits haben die Meisten im Hinterkopf, dass es wohl eher einfach ist, da man genug Platz hat zum fotografieren hat, es klar Vorgaben gibt und man meistens „nur“ mit neutralem Hintergrund arbeitet. Doch dies ist ein Trugschluss. 1. hat man vielmals nur wenig Platz zum arbeiten und 2. ist der Focus bei einem neutralen Hintergrund noch mehr auf den Menschen gerichtet. Und somit ist das Wichtigste, dass sich der Portraitierte wohl fühlt. Und dies in sehr, sehr kurzer Zeit. Dies zu schaffen geht mit den Erfahrungsjahren natürlich immer besser. Ich weiss noch am Anfang meiner Fotografie „Karriere“ war es für mich extrem schwierig zu erkennen, wie ich schnell „warm“ werde mit einer Person. Welche Art von Witz passt und wieviel Smalltalk benötigt es bis die portraitierte Person sich wohl fühlt. Es ist immer ein Gratwanderung, denn niemand hat bei einem Business Shooting wirklich  viel Zeit oder Lust für den Fotografen. Und je höher die Position ist, desto knapper wird die Zeit. Auch wenn man das Licht und alle Einstellungen 1:1 nachmacht. Es werden nicht die gleichen Bilder werden, denn das Persönliche eines Fotografen ist das Entscheidendste (meiner Meinung nach).

Kommen wir aber wieder zurück zur Problematik „Wenig Platz für die Businessportraits„.

Hier möchte ich dir mal zeigen wie ich vor ca. 2 Wochen für eine Firma fotografierte. Der Platz war ca. 4m auf 1,5. Also zu klein um noch mit grossen Lichtformern zu arbeiten. Mir war es wichtig, dass ich von hinten ein leichtes Streiflicht schaffen konnte, ohne das Bild zu weich zu machen. Als Hauptlicht arbeitet ich mit dem Profoto B1 und strahlte an eine fast weisse Wand an. Hinter dem Model platzierte ich ganz knapp je einen Profoto D2 Blitz mit einem silbrigen Standart Reflektor. Weshalb ein Reflektor? Damit das Licht nicht direkt auf den Kopf geblitzt wurde, sondern wirklich nur von der Wand zurück kam. Damit ich weniger Schatten beim Hals hatte und da Gesicht noch schöner ausgeleuchtet wird, arbeitete ich mit einem Sunbounce ** mit Zebra Bespannung.

 

Das Bild ist ohne jegliche Bearbeitung oder Korrektur (ausser schärfen). Ich tetherte direkt auf mein Mac BookPro mit Captureone um das Licht besser analysieren zu können.

 

 

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Fototip 11 – Studioblitze – Welcher ist der Richtige?

Jeder der irgendwann ein Heimstudio oder eigenes Fotostudio einrichten möchte, stellt sich garantiert zwei Fragen! Welcher Blitz ist der Richtige. Und weshalb gibt es sooooo grosse Preisunterschiede. Diese und weitere Fragen erkläre ich dir in diesem Video.

Menschen besser fotografieren 02 – so schaut es besser aus

Kennst du das auch? Du fotografierst ein Model in Unterwäsche oder einem Body frontal. Und genau dann sieht man vielmals den störenden Poansatz durch die Beine. Meistens sieht man den komischen Ansatz der irgendwie nicht dazu passt erst am Rechner. Und das retuschieren macht echt  keinen Spass. Damit es gar nicht so weit kommt, benötigt es nur einen kleinen Trick. Gib dem Model den Hinweis auch bei Frontalbildern ein Hohlkreuz zu machen. So wandert der Po hinten etwas rauf und somit verschwindet dieses „störende“ Element 😉

 

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Fototip 10 Welche Objektive für welchen Zweck in der Fotografie?

Wie ihr schon wisst, gibt es ganz viele verschiedene Objektive. Natürlich werde ich hier euch jetzt nicht jedes einzelne Objektiv vorstellen, da wäre ich ziemlich lange dran 😉 Aber eine kleine Erklärung kann nicht schaden.

Weitwinkelobjektiv

Ein herkömmliches Weitwinkelobjektiv umfasst einen Bereich zwischen 24 mm und 35 mm und ist ein absolutes Muss, wenn ihr Landschaften, Portraits mit Umgebung oder Städte fotografieren möchtet. Wenn du beispielsweise einen Elefant auf einer Safari fotografieren möchtest, solltest du ein Weitwinkelobjektiv verwenden um auch einen Teil der Savanne oder die anderen Elefanten ins Bild integrieren kannst. Weitwinkel ist immer toll, wenn du viel aufs Bild bringen möchtest. Es ist aber nicht geeignet für Portraitbilder, da das Gesicht sonst verzerrt wird. Für Ganzkörperbilder ist es wieder super, da es lange Beine macht wen man in die Knie geht zum fotografieren. Objektive mit : 10-24mm sind super Weitwinkelobjektive. Ein Standard Weitwinkelobjektiv ist z.B. von Nikon das 24-70mm, dies benutzen wir sehr oft. Das neue hat sogar eine Bildstabilistor.

Teleobjektiv

Wenn ihr richtig nah heran wollt an das Objekt, dann kauft euch ein Teleobjektiv. Seit ihr zum Beispiel in Alaska in den Ferien und ihr sieht in der Ferne zwei Bären miteinander spielen, dann könnt ihr mit einem Teleobjektiv super nah an die Tiere ran zoomen. Das Teleobjektiv ist auch ein Allrounder Objektiv. Mann kann sie eigentlich für alles Benutzen. Das Nikon Objektiv 18-300mm ist so eins, da hat man ein Weitwinkel und ein Teleobjektiv zusammen.

Charakteristisch für die Abbildungseigenschaften von Teleobjektiven ist auch die geringe Schärfentiefe, sie wird genutzt, wenn nur das eigentliche Motiv scharf abgebildet werden soll. Das Tele ist ebenfalls sehr geeignet für Portraits wie schon oben im Beispiel erwähnt für Tiere, jedoch nicht für Landschaftsaufnahmen.

Makroobjektive

Dieses Objektiv benutz an, wenn ihr etwas richtig nah fotografieren wollt. Wahrscheinlich kennt jeder von euch große Aufnahmen von Bienen, Blumen ect. Das sind Makroaufnahmen. Die Arbeite mit einem Makroobejtkiv ist gar nicht so einfach. Sie sind extrem empfindlich bei Erschütterungen. Am besten arbeitet ihr mit einer hohen Blendenzahl. So habt ihr viel mehr Schärfe im Bild. Die Bilder jedoch sind unheimlich faszinierend die mit einem Makroobjektiv geschossen werden. Nikon hat ein tolles Makroobjektiv das 105mm. warum ich so eines habe? Vor allem bei den Ringbilder bei Hochzeiten und bei Newborn (Füsse, Hände,  etc)

Festbrennweiten

Ich liebe Festbrennobjektive. Sie sind leichter, geben eine schönere Unschärfe und sind bedeutend lichtstärker als ein Zomobjektiv. Ein absolutes muss ist das 50mm Objektiv. Der Mensch schaut in 50mm das bedeutet es schaut für uns am natürlichsten aus. Dieses Objektiv nehme ich sehr oft bei Hochzeiten und Events. Im Studio arbeite ich fast nur mit dem Nikon AF-S 85mm 1:1.4G Objektiv (77 mm Filtergewinde) inkl. HB-55
. Ich liebe das Bokeh das man damit erzeugen kann. Ein weiterer Vorteil einer Festbrennweite ist, dass man sich viel mehr bewegen muss und somit neue Winkel, Standorte findet um eine grössere Vielfalt ins Bild zu bringen. Leider wird man trotz mehr laufen nicht schlänker;-)

Tilt- und Shift-Objektive

Tilt- und Shift-Objektive werden häufig in der Architekturfotografie verwendet. Viele Architekturfotografen schwören auf diese Objektive. Kurz und einfach erklärt, Teile der Linsengruppen können geschwenkt werden und so lässt sich verhindern, dass die  Gebäude im Verlauf nach verzerrt aussehen.

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Menschen besser fotografieren 01 – lange Beine

Wer wünscht sich nicht lange Beine. Lange Beine gelten wie volle Lippen, grosse Augen etc. zu den Schönheitsidealen. Nicht umsonst gibts High Heels. Aber was tun, wenn die Beine nicht ganz so lang sind? Es gibt 5 Tricks wie man Beine optisch verlängern kann.

Trick 1 – Perspektive
Der Winkel wie man die Person fotografiert ist entscheidend, wie lange die Beine wirken. Je weiter unten man fotografiert, desto länger wirken die Beine. Also nie im Stand Menschen fotografieren, falls man längere Beine haben möchte. Links habe ich stehend fotografiert, rechts in der Hocke. Schon ganz anders von der Wirkung der Beine, oder?

 

Trick 2 – Beinstellung
Wenn das vordere Bein (das näher zur Kamera steht) noch nach hinten gestreckt wird, wirkt es nochmals länger.

 

Trick 3 – Brennweite
Ein Weitwinkelobjektiv verlängert optisch nochmals. Nicht über 50mm Objektive zum verlängern der Beine nehmen.

Trick 4 – High Heels (den kennst du ja sicher schon) / Barfuss
High Heels – je höher desto besser – verlängern die Beine wahnsinnig. Bei Barfussfotos macht es extrem viel aus, wenn man auf den Zehenspitzen steht.

Trick 5 – Outfit
Je kürzer das Outfit, desto länger wirken Beine. Beim Bild haben wir nur die Länge des Kleides verändert.

 

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