Wenn man Menschen fotografiert, verändert man im Minutentakt Posing, Ausschnitt, Format, etc. Was man aber vielmals vergisst ist, dass auch die Kopfneigung bzw. die Höhe der Kamera beim fotografieren von grosser Bedeutung ist.

Was ist bei einem Portrait extrem wichtig? Genau, die Augen. Denn wenn man den Kopf zu weit nach hinten neigt, werden die Augen automatisch kleiner und die Nasenlöcher grösser. Was in den wenigsten Fällen vorteilhaft aussieht.

Ändert man die Kopfneigung bzw. die Kamerahöhe verändert sich auch vielmals die Gesichtsform des Models. Genau deshalb ist es von Vorteil, wenn du beim fotografieren ein paar Winkel probierst um zu sehen, wo das Gesicht deines Models am besten wirkt.

Bei den folgenden Bildern habe ich mit einem Beautydish gearbeitet. Bilder sind bewusst nicht bearbeitet oder verändert. Der Beautydish war um einiges höher als das Model. Somit ändert sich auch die Gesichtsform stärker als wenn das Licht flach von vorne kommen würde.

 

Bild 1

Hier wirken die Nasenlöcher zu gross und die Augen kleiner. Der Schatten unter dem Kinn schaut schwächer aus. Wenn man sehr offenblendig fotografiert, wirkt der Mund schon unscharf. Die Pose schaut tendenziell arroganter aus.

 

 

 

Bild 2
Neutrale Wirkung. Schärfe passt im ganzen Gesicht. Proportionen stimmen am besten.  Schatten unter dem Kinn wird stärker. Hals wirkt länger.

 

 

 

Bild 3

Wirkt frecher vom Blick. Gesicht wirkt schlanker. Nase etwas länger als Bild 2.

 

 

 

 

 

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Heute zeige ich dir ein Lichtsetting das ich bei Beauty sehr gerne einsetze. Hier arbeitete ich mit 2 Striphlights die ich links und rechts vom Model positionierte. Die Striplights positionierte ich aber nicht gerade wie sonst üblich , sondern schräg verlaufend. Somit erhalte ich im Gesicht etwas mehr Licht, da das Licht oben etwas näher ist als unten.

Die Werte bei beiden Blitzen stellte ich gleich stark ein. Hier wäre die 2. Variante dass ich auf einer Seite die Leistung reduziere um mehr Tiefe ins Bild zu bekommen. Da ich aber ein Beautybild wollte ist mir die Gleichmässigkeit in diesem Bild sehr wichtig.

Hier die Werte mit denen ich dieses Bild machte:

Kamerawerte
ISO 100
Blende 4.0
Verschlusszeit 160
Objektiv: Nikon 105mm
Kamera: Nikon D850

 

Weitere Infos
Licht: 2x Profoto B1
ganz leicht bearbeitet in Lightroom (Zeitaufwand 8 sec)
ganz unten siehst du das Orginal Bild – Out of Cam ohne irgendwelche Korrekturen
Model: Olivera

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Kennst du das auch? Du fotografierst ein Model in Unterwäsche oder einem Body frontal. Und genau dann sieht man vielmals den störenden Poansatz durch die Beine. Meistens sieht man den komischen Ansatz der irgendwie nicht dazu passt erst am Rechner. Und das retuschieren macht echt  keinen Spass. Damit es gar nicht so weit kommt, benötigt es nur einen kleinen Trick. Gib dem Model den Hinweis auch bei Frontalbildern ein Hohlkreuz zu machen. So wandert der Po hinten etwas rauf und somit verschwindet dieses „störende“ Element 😉

 

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Wie ihr schon wisst, gibt es ganz viele verschiedene Objektive. Natürlich werde ich hier euch jetzt nicht jedes einzelne Objektiv vorstellen, das wäre ich ziemlich lange dran 😉 Aber eine kleine Erklärung kann nicht schaden;-)

Weitwinkelobjektiv

Ein herkömmliches Weitwinkelobjektiv umfasst einen Bereich zwischen 24 mm und 35 mm und ist ein absolutes Muss, wenn ihr Landschaften, Portraits mit Umgebung oder Städte fotografieren möchtet. Wenn du beispielsweise einen Elefanten auf einer Safari fotografieren möchtest, solltest du ein Weitwinkelobjektiv verwenden um auch einen Teil der Savanne oder die anderen Elefanten ins Bild integrieren zu können. Weitwinkel ist immer toll, wenn du viel aufs Bild bringen möchtest. Es ist aber nicht geeignet für Portraitbilder, da das Gesicht sonst verzerrt wird. Für Ganzkörperbilder ist es wieder super, da es lange Beine macht wenn man in die Knie geht zum fotografieren. Objektive mit : 10-24mm sind super Weitwinkelobjektive. Ein Standard Weitwinkelobjektiv ist z.B. von Nikon das 24-70mm, dies benutzen wir sehr oft.

Teleobjektiv

Wenn ihr richtig nah heran wollt an das Objekt, dann kauft euch ein Teleobjektiv. Seit ihr zum Beispiel in Alaska in den Ferien und ihr sieht in der Ferne zwei Bären miteinander spielen, dann könnt ihr mit einem Teleobjektiv super nah an die Tiere ran zoomen. Das Teleobjektiv ist auch ein Allrounder Objektiv. Man kann sie eigentlich für alles benutzen. Das Nikon Objektiv 18-300mm ist so eins, da hat man ein Weitwinkel und ein Teleobjektiv zusammen.

Charakteristisch für die Abbildungseigenschaften von Teleobjektiven ist auch die geringe Schärfentiefe, sie wird genutzt, wenn nur das eigentliche Motiv scharf abgebildet werden soll, den Hintergrund aber unscharf möchte. Das Tele ist ebenfalls sehr geeignet für Portraits wie schon oben im Beispiel erwähnt für Tiere, jedoch nicht für Landschaftsaufnahmen.

Makroobjektive

Dieses Objektiv benutz an, wenn ihr etwas richtig nah fotografieren wollt. Wahrscheinlich kennt jeder von euch große Aufnahmen von Bienen, Blumen etc. Das sind Makroaufnahmen.  Am besten arbeitet ihr mit einer höheren Blendenzahl. So habt ihr viel mehr Schärfe im Bild. Die Bilder jedoch sind unheimlich faszinierend die mit einem Makroobjektiv geschossen werden. Nikon hat ein tolles Makroobjektiv das 105mm. warum ich so eines habe? Vor allem bei den Ringbilder bei Hochzeiten und bei Newborn (Füsse, Hände,  etc)

Festbrennweiten

Ich liebe Festbrennobjektive. Sie sind leichter, geben eine schönere Unschärfe und sind bedeutend lichtstärker als ein Zoomobjektiv. Ein absolutes „Must have“ ist das 50mm Objektiv. Der Mensch schaut in 50mm das bedeutet es schaut für uns am natürlichsten aus. Dieses Objektiv nehme ich sehr oft bei Hochzeiten und Events. Im Studio arbeite ich fast nur mit dem Nikon AF-S 85mm 1:1.4G Objektiv (77 mm Filtergewinde) inkl. HB-55. Ich liebe das Bokeh das man damit erzeugen kann. Ein weiterer Vorteil einer Festbrennweite ist, dass man sich viel mehr bewegen muss und somit neue Winkel, Standorte findet um eine grössere Vielfalt ins Bild zu bringen. Leider wird man trotz mehr laufen nicht schlänker;-)

Tilt- und Shift-Objektive

Tilt- und Shift-Objektive werden häufig in der Architekturfotografie verwendet. Viele Architekturfotografen schwören auf diese Objektive. Kurz und einfach erklärt, Teile der Linsengruppen können geschwenkt werden und so lässt sich verhindern, dass die  Gebäude im Verlauf nach verzerrt aussehen.

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Fotoshootingnikon-objektive

Ich werde immer wieder gefragt, mit wieviel Licht ich arbeite. Wieviel Blitze ich wo einsetzte. Für mich ist die Lichtstellung eigentlich je nach Auftrag anders. Klar gibt es auch bei mir die „schnelle“ Lieblingseinstellung. Bei Business-Shootings erhalte ich im Normalfall ein Briefingformular. Anhand der Infos und Anforderungen mache ich mir dan schon im Vorfeld Gedanken wie ich das Licht stelle. Beim Licht möchte ich nichts dem Zufall überlassen.

Bei diesem Beispiel war die Anforderungen eine weiche Haut, glänzende Haare und gute Kontraste auf der Maske. Um dies zu erreichen, arbeitete ich mit 5 Blitzköpfen (siehe Diagramm). Die Lichtausmessung für so einen Lichtaufbau benötigen ca. 45 min Zeit, damit es wirklich 100% stimmt.

1. Striplight
2. Striphlight
3. Beautydish
4. TUBUS
5. 1,75m Rotalux