Bei meinen Fotokursen merke ich immer wieder, dass viele bei Ihrer Fotokamera den AF Punkt falsch eingestellt haben. Sprich mit dem automatischen AF Punkt fotografieren. Doch warum falsch?

Stell dir folgende Szene vor. Du möchtest eine Person im Vordergrund fotografieren, im Hintergrund steht eine Holzwand. Nun hat die Holzwand eventuell mehr Kontrast. Deine Kamera hat ja keine Ahnung was dir wichtig ist auf dem Foto. Somit kann es sein, dass die Kamera den Autofokus auf die Holzwand scharfstellt. Und deine wichtige Person ist unscharf. Und du fragst dich dann was mit deiner Kamera los ist.

Deshalb arbeite bei der Portraitfotografie immer mit dem manuellen Focus. Das bedeutet verschiebe manuel den roten Punkt den man im Sucher sieht. Ich versuche immer den Punkt auszuwählen der am nächsten beim wichtigste Punkt auf dem Foto liegt. Dies ist zu 99% die Augen. Doch was tun, wenn das Auge ausserhalb der möglichen AF Punkte liegt? Da visiere ich auf das Auge, bleibe leicht auf dem Auslöseknopf, schwenke die Kamera um den richtigen Ausschnitt zu erhalten und drücke dann ab. Wichtig ist hier, dass du nach dem Scharfstellen nicht zoomst bzw die Entfernung zur Person änderst. Kleiner Tip noch. Bei schwachem Licht, sofern der Autofocus schlecht funktioniert, nimm den mittleren der Kamera da dieser sicher ein Kreuzfeld hat der schneller reagiert.

Wenn du sehr offenblendig arbeitest (heisst kleine Blendenzahl) und das Gesicht nicht frontal zu dir schaut, stelle auf das zu dir nähere Auge scharf. So wirkt es auf dem Bild natürlicher.

Wer kennt es nicht. Man fotografiert einen tollen Menschen, hat Spass, lacht viel und freut sich schon sehr auf die Bildauswahl. Man importiert die Daten und dann kommt der Moment der Ernüchterung. Vor lauter Spass, Nervosität oder Angst, hat man nicht auf die Details geachtet. Dinge die einen stören und einfach viel Aufwand bei der Bildbearbeitung benötigen oder das Bild unbrauchbar machen. Sei es ein Kabel im Hintergrund, eine Laterne die dem Model auf dem Kopf wächst, ein Etikett, Haargummi und was es sonst noch so gibt.

Auf was achte ich bei meinem „Scannerblick“?

  • keine Härchen im Gesicht 
  • keine einzelne Haare auf den Armen oder Schultern
  • keine abstehende Haare
  • ist der Arm ein paar Millimeter vom Körper entfernt, damit der Arm schmaler wirkt
  • kein Doppelkinn
  • drückt die Wade nicht ans andere Bein oder Couch (beim sitzen)
  • Finger nicht zu weit auseinander sind da sonst wirkt die Hand zu wuchtig
  • was ist auf dem Hintergrund ersichtlich
  • Falten und Etiketten auf Kleidern

Und dann sollte man auch noch auf die Pose, das Licht achten und auch noch kommunizieren. 😉 Mach vor jedem Bild den Checker Blick. Du sparst dir viel Zeit und Nerven am Rechner;-)

 

 

 

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Bei der Fotografie geht es auch darum, Dinge zu sehen die zuerst gar nicht direkt wahrgenommen werden. Dazu gehören für mich Spiegelungen. Denn Spiegelungen und Reflexionen ergeben in der Fotografie häufig sehr interessante Effekte. Es gibt eine Vielzahl an spiegelnden Oberflächen: Wasser, metallische Oberflächen, Glas…

Beim fotografieren achte ich schon bei der Loccationbesichtigung ob es tolle Spiegelungen gibt. Wasserlachen, nasse Pflastersteine, Spiegelungen an einer Wand oder einem Glas, Auto, etc.  Du wirst erstaunt sein, wieviel mal du eine Spiegelung spannend ins Bild einfügen kannst. Probier’s doch mal aus.

fototip vom fotograf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ich denke es gibt genug Auswertungen mit Laborzahlen über die neue NIKON D850. Sie ist auch die erste Kamera die 100 Punkte geschafft hat bei folgendem Test.

Bei meinem Testbericht geht es mir mehr um das Feeling und was ich als Fotograf vor allem für Vorteile mit der Kamera habe. Messwerte sind gut und recht und für einige sicher sehr wertvoll. Für mich ist das Handling, die sichtbare Qualität und das korrekte arbeiten wichtiger. Ich gehe davon aus, dass keine Kamera schlechte Ergebnisse liefert in der heutigen Zeit;-). Vor der 850 arbeitete ich mit der 810 und der D5 .

Möglichkeit 3 RAW Grössen einzustellen. Sind wir ehrlich, 45 Mio Auflösung braucht es nicht immer. Und dass man nun in 3 Auflösungsstufen arbeiten kann finde ich klasse.  Im Bild unten siehst du je ein Bild in der jeweiligen Auflösung. Und auch in der kleinsten Auflösung ist die Qualität und Schärfe echt bemerkenswert. Für Events, Hochzeiten, etc reicht die kleinste Auflösung, vor allem wenn man keine grosse Speicherkarten hat;-)

3,2 “ Touch Display Je älter man wird, desto wichtiger;-) Das Klappdisplay. Denn damit muss ich nicht mehr zwingend auf den Boden liegen. Oder kann eine Ringübergabe oder den Tanz von weiter oben shooten und sehe was ich drauf habe auf dem Bild. Toll zu haben.

Doch eines meiner Lieblingsfunktionen ist das Touchdisplay. Nun kann ich direkt auf dem Display zoomen und blättern. Eine grosse Erleichterung. Mega cool

 

Rauschen: Die 810 konnte ich wirklich super fürs Studio einsetzen. Aber für Events / Hochzeiten / Dämmerung etc war sie nicht geeignet für mich. Das Rauschen war für mich schon viel zu früh sichtbar. Hier siehst du 2 Bilder 100 ISO und 25600ISO. Nun kann ich sie überall einsetzen.  Schaue nur auf den schwarzen Bereich damit du das Rauschen vergleichen kannst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Speichermedien: Neu jetzt mit einer XQD und SC Card Card. Leider habe ich nun Unmengen von CF Cards die ich nicht mehr benötige. NIKON liefert nun neben der D5 auch die D850 mit der XQD damit aus. Der grosse Vorteil ist die Geschwindigkeit bei Aufnahme und Übertragung. Wer das erlebt hat schaut keine anderen Speicherkarten mehr an;-)

Glaube da muss ich nichts sagen. Pures Erlebnis. Schau dir das Bild mal an wie viel ich herangezommt habe und man immer noch etwas erkennt (und es der winzige gelbe Ausschnitt).

Geschwindigkeit

Die D850 nimmt standardmäßig bis zu 7 Bilder pro Sekunde (mit dem Batteriegriff 9) auf. das bedeutet trotz viel höherer Auflösung schafft sie noch 2 Bilder mehr als die 810, das ist schon recht ordentlich und beeindruckt gespeichert werden müssen. Sofern man auch eine schnelle Card hat, kam ich nie in die Situation am Anschlag damit zu sein.

Autofocus

Die D850 hat den AF der D5 geerbt. Er bietet nun über Messpunkte, davon sind 99 als Kreuzsensoren ausgelegt (die 810 hatte ca 50). Der Focus arbeitet auch bei dunklen Szenen sehr verlässlich und sehr schnell.

 

Mein Fazit: Der Strassenpreis von ca 3500.- ist nicht gerade ein Schnäppchen. Vergleich eich aber die grosse Entwicklung und den Qualitätssprung zur 810 fühlt es sich wieder um einiges günstiger. Für mich ist es eine Kamera die ich mit sehr gutem Gewissen empfehlen kann auch wen man die Auflösung wie gesagt nicht immer benötigt.